Pflegetipps

BLECHBLASINSTRUMENTE

1. Ölen - Aussen
Alle sichtbaren beweglichen Teile müssen gelegentlich geölt werden. Ein trockenes Gelenk nutzt sich durch ständiges Reiben schnell ab. Verwenden Sie ein absolut säurefreies Öl. Schrauben Sie auch die Deckel der Ventile ab und ölen Sie den Hals des Wechsels. Nehmen Sie aber keinesfalls die Ventile heraus. Überlassen Sie alle Arbeiten an den Ventilen unbedingt dem Fachmann!

2. Innenreinigung
Je nach Häufigkeit des Spiels und unabhängig von dem persönlichen Verhalten des Spielers verschmutzt das Instrument innen und muß entsprechend oft gereinigt werden. Füllen Sie das Instrument mit lauwarmen Wasser und spülen Sie es durch leichte Bewegungen gründlich durch. Drücken Sie mit Unterbrechungen alle Ventile, damit auch die Ventilzüge gereinigt werden. Bei besonders gründlicher Reinigung ziehen Sie alle Züge heraus und entfernen das alte Zugfett rückstandsfrei. Ziehen Sie beim Spülen auch einmal die Ventilzüge heraus und spülen Sie klares Wasser direkt in die Ventile.

3. Ölen - Ventile innen
Nach dem Spülen wird das Instrument wieder an allen sichtbaren beweglichen Teilen, sowie an den Ventilhälsen gut geölt (siehe 1). Bevor die Züge gefettet werden, kann ein sehr dünn flüssiges, harzfreies Öl durch die Züge an die Ventile gegeben werden. Dies sollte immer dann geschehen, wenn das Instrument längere Zeit nicht gespielt wird. Wer sein Instrument täglich benützt, wird die Ventile nie ölen, da die Feuchtigkeit in seinen Ventilen nie austrocknet und eine Kristallbildung, die zum Stehenbleiben der Ventile führt, nicht vorkommen kann. Es kann auch durch eingefülltes Öl mit nicht gänzlich entfernten Schmutzrückständen zum „Schmieren" der Ventile kommen, was zwangsläufig zum Stehenbleiben der Ventile führen kann. Wenn Sie die Ventile ölen, benutzen Sie bitte nur wenige Tropfen.

4. Fetten
Die Züge müssen immer beweglich gehalten werden. Verwenden Sie dazu spezielles Zugfett, durch das der Zug zwar beweglich bleibt, aber sich nicht selbstständig machen kann.

5. Wichtig
Bitte lassen Sie Mängel, die Sie durch diese kleinen Wartungsarbeiten nicht selbst beseitigen können, in einer Fachwerkstätte beheben. Eine gute Werkstatt weiß, wie die Ventile bearbeitet werden müssen. Niemals dürfen Ventile an einer rotierenden Polierscheibe poliert oder mit Schleifpapier bearbeitet werden, damit die Toleranz zwischen innerem und äußerem Ventil nicht vergrößert wird, was die Ansprache des Instrumentes beeinträchtigen könnte.

 

HOLZBLASINSTRUMENTE

1. Reinigung
Nach dem Spielen sollten Sie das Instrument immer auseinander nehmen und sorgfältig trocken wischen. Spezielle Wischer, saugfähige Leder- oder Tuchwischer sowie Stabwischer aus Baumwolle oder Seide, sind dafür am Besten geeignet. Erhältlich in jeden gut sortierten Musikfachgeschäft. Die Metallteile sollten mit einen weichen Baumwoll- oder Microfasertuch abgewischt werden. Beim Anlaufen der silbernen oder versilberten Teilen könne diese mit einen Silberputztuch blank gewischt werden.

2. Ölen
Regelmäßiges Auftragen von Klappenöl verhindert das Einrosten der Achsen und verringert Klappengeräusche. Verwenden Sie spezielle Klappenöle mit einer feinen Nadel zum Auftragen. Passen Sie dabei auf die Polster auf, da ein Kontakt mit den Öl die Polster verhärtet.

3. Fetten
Um ein zügiges Zusammensetzten und Auseinandernehmen Ihres Instrumentes zu gewährleisten verwenden Sie geeignete Korkfette. Sie sorgen für ein perfektes Gleiten der einzelnen Teile bzw halten den Kork geschmeidig.

Achtung bei plötzlichem Temperaturwechsel! Gerade im Winter können Holzinstrumente durch einen plötzlichen Temperatursturz reißen! Gehen Sie niemals mit Ihrem ungeschützten Instrument nach draußen. Achten Sie bei einem Ortswechsel darauf, dass Ihr Instrument vor dem Spielen genügend akklimatisiert wurde.

Bitte lassen Sie Mängel, die Sie durch diese kleinen Wartungsarbeiten nicht selbst beseitigen können, in einer Fachwerkstätte beheben.

Bei Einhalten dieser Tipps werden Sie lange Freude mit Ihrem Instrument haben. Bei Fragen stehe Ich Ihnen gerne zur Verfügung.


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